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Freiwillige sprechen mit Dennis Rohde MdB

Oldenburg, 13.06.2019 - Kurz vor Ende ihres Freiwilligendienst haben Mattis Bohlen, Lara-Sophie Reischnuck und Alina Luck mit Dennis Rohde über FSJ und BFD gesprochen. Hintergrund sind die Haushaltsberatungen im Bundestag. Dort sind Förderungen, die für 2019 in den Haushalt eingestellt waren, im Entwurf des Finanzministerium für 2020 gestrichen worden. Das Bundesfinanzministerium verweigert zudem Gelder für 2019 anzuweisen. Begründung: fehlende Nachhaltigkeit der Finanzierung. Die Freiwilligen baten Dennis Rohde, sich als stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschußes im Bundestag für die Freiwilligendienste einzusetzen.

Die drei Freiwilligen arbeiten alle im Wohnheim für mehrfach beeinträchtigte Kinder und Jugendliche in Oldenburg. Und sie wohnen auch im Haus Regenbogen. Mattis Bohlen kommt aus Haren und wollte selbständiger werden. Er hat gezielt nach einer Stelle gesucht, in der er sich auf seinen künftigen Beruf vorbereiten kann und nicht pendeln muss.

Alina Luck kommt aus Dortmund und wollte schon mit einem Studium beginnen. Als das nicht geklappt hat, hat sie Kontakt mit der Diakonie aufgenommen und kurzfristig eine Stelle im Haus Regenbogen bekommen. Hier lernen die Freiwilligen das erste mal einen Arbeitsalltag mit Früh- und Spätdienst und Wochenendschichten kennen.

Lara-Sophie Reischuk wollte sich erst mit einem freiwilligen ökologischen Jahr auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten. Als das nicht geklappt hat, bewarb sie sich bei der Diakonie. Nach einem Beratungstelefonat stand fest: Haus Regenbogen soll es werden. Kurz entschlossen fuhr sie mit ihrer Mutter zum Vorstellungsgespräch und schon am nächsten Tag zog sie ein und begann zu arbeiten.

Wir haben viel gelernt, ist die einhellige Meinung der drei Freiwilligen und nennen Teamfähigkeit und der Abbau von Berührungsängsten. Wir haben gelernt, die Kinder und Jugendlichen als Menschen wie dich und mich wahrzunehmen. Freiwilligenbetreuuerin Silke Kolbeck-Lawicka berichtet, wie stark die Bewohner auf die Berichte der Freiwilligen warten: Wie ist es in der Disko, kann man gemeinsam einkaufen gehen, welche Musik ist angesagt. Die Freiwilligen sind Mittler zwischen der Welt drinnen und draußen.

Für die Besetzung von gut 200 Freiwilligenstellen bei der Diakonie im Oldenburger Land führt das Team der Freiwilligendienste über 350 Gespräche. Da bei den jungen Leuten nach der Schule oft noch vieles offen ist, ändert sich die Belegung bis zum gemeinsamen Start im September meist täglich. Immer häufiger sei die Beratung um einen Freiwilligendienst auch mit einer eingehenden Berufsberatung verbunden.